Während ein Meltdown als explosiver Ausbruch unübersehbar ist, vollzieht sich der Shutdown lautlos im Verborgenen: Warum die kognitive Erstarrung genauso ernst genommen werden muss wie der emotionale Vulkanausbruch.
Shutdown und Meltdown sind zwei neurobiologische Reaktionen auf sensorische oder emotionale Reizüberflutung bei Autismus. Während sich der Meltdown explosiv nach außen entlädt (Schreien, Weinen, Flucht – Fight/Flight), führt der Shutdown zu einer lautlosen Notabschaltung des Gehirns (Verstummen, körperliche Erstarrung, Apathie – Freeze).
Sowohl der Meltdown als auch der Shutdown entstehen, wenn das Nervensystem durch ein Übermaß an sensorischen oder emotionalen Reizen kollabiert.
Welche Reaktion auftritt, hängt von der Persönlichkeit, der aktuellen Tagesform und dem Umfeld ab: Während beim Meltdown das Fight-or-Flight-System anspringt, schaltet das Gehirn beim Shutdown in den Freeze-Modus (Notabschaltung). Das Kind kann vorübergehend nicht mehr sprechen (situativer Mutismus) oder sich bewegen.
Lesen Sie hier unseren Ratgeber: Meltdowns begleiten & Deeskalieren.
Ein Kind im Shutdown kann nicht sprechen. Bedrängen Sie es nicht mit Aufforderungen:
Verlangen Sie keine Antworten. Nutzen Sie stattdessen Ja/Nein-Karten oder Handzeichen für die basale Kommunikation.
Bleiben Sie ruhig in der Nähe, schirmen Sie das Kind vor Blicken ab und geben Sie ihm eine schwere Decke oder Jacke.
Geben Sie dem Nervensystem 30 bis 60 Minuten Zeit, ohne neue Reize wieder hochzufahren.
Vertiefende Hilfen und Ursachenanalysen:
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